• printupy banner2
  • betaprusa-v2-banner1
  • printed-parts banner3
  • foto-1
  • PrintStencil-3ddruckschrift
  • Printupy 3D Drucker Komplettsystem
  • BetaPrusa V2 3D Drucker Bausatz
  • 3D gedruckte Modelle
  • Zweifarbig 3D gedruckte Objekte
  • Lötmasken und Platinen im Kundenauftrag

Papier Prägezange

Written by BonsaiBrain. Posted in Projekte

Hallo Community,

Im Urlaubsmonat August haben wir uns mit neuen Anwendungen der Kombination 3D Drucker und Lasercutter auseinandergesetzt.
Inspiriert durch die "Pocket Business Card Press" von spring_melt haben wir ein wenig nach Papierprägemaschinen "gegoogled" und sind recht schnell fündig geworden.

Das Prinzip ist recht simpel und doch elegant und eindrucksvoll:

Das Papier wird mit Hilfe von zwei komplementären Schablonen geprägt. Auf einer Schablone steht der Text über (Positiv) auf der gegenüberliegenden Schablone ist der Text gespiegelt und vergrößert eingraviert (Negativ).

schablone web

Vergrößert ist eigentlich nicht ganz richtig. Es handelt sich um ein sog. Offset, d.h. eine Umrandung mit einem definierten Linienabstand:

offset

Diese Schablonen lassen sich zwar auch mit einem 3D Drucker herstellen, ein Lasercutter ist hier allerdings sinnvoller, da beim 3D Druck 90° Überhänge entstehen, die nicht 100%ig sauber gedruckt werden.

Wichtig ist, dass die beiden Schablonen exakt übereinander liegen. Schon ein Versatz von einem Zehntel Millimeter führt dazu, dass die Prägung nicht mehr funktioniert.

Ebenfalls wichtig ist die Höhe des Überstandes der positiven Buchstaben und die Größe des Offsets bei den negativen Buchstaben. Sind die Buchstaben zu hoch oder das Offset zu klein, wird das Papier nicht geprägt sondern gestanzt bzw. die Buchstaben reissen an den Rändern ein.

Nach ein paar Experimenten hatten wir die richtigen Werte gefunden und konnten ein paar anständige Prägungen durchführen. Nur ist es ziemlich schwierig frei Hand die beiden Schablonen derart exakt übereinander zu legen, so dass recht schnell klar war: Hier muss eine Zange her.

praegezange

Quelle: ebay.de

Auch hier ist das Prinzip recht simpel: Zwei Backen halten die Schablonen und werden über einen Hebel aufeinandergepresst.

Die Backen und die Halterungen dafür wurden mit dem 3D Drucker hergestellt, der Rest mit dem Lasercutter aus POM und HDF geschnitten.

In der ersten Version werden die Schablonen jeweils mit kleinen Stellschräubchen fixiert. Die obere Backe hängt an einer kleinen Feder (ebenfalls aus POM), welche am anderen Ende der Zange festgeschraubt wird. Die exakte Positionierung ist etwas tricky, doch wenn man den Dreh raus hat, kann man damit schon ganz anständig prägen:

presse2 web

Der erste Versuch mit Acryl statt POM führte zur Zerstörung der Zange. Durch den Hebel wirken doch recht große Kräfte und gerade beim Prägen von etwas dickerem Papier waren diese Kräfte zu groß für Acryl. HDF ist schon stabil genug, doch am Besten wäre hier Metall. Unglücklicherweise kann ein CO2 Laser kein Metall schneiden, also blieb es beim HDF. Die Schablonen sind 40mm x 40mm groß, die Buchstaben 6mm hoch.

Das mit dem Zangenprototypen und optimierten Schablonen geprägte Papier kann sich sehen lassen:

praegung2 web

Dieses Blatt Papier kann niemand mehr kopieren, ohne, dass man es ganz klar sehen kann.

Als nächstes folgen Experimente mit Bildern und Mustern. Wäre doch gelacht, wenn es nicht möglich wäre, ein Bild auf Papier zu prägen.

Stay tuned

Mit besten Grüßen vom Bodensee

BonsaiBrain

Display Tisch

Written by BonsaiBrain. Posted in Projekte

Im Rahmen der MakerFaire Bodensee haben wir ein besonderes Schmankerl präsentiert: Einen 10x10 LED Tisch mit Touchdisplay

display1 web

Da die Fliegerpapier-Abschussrampe im letzten Jahr ein großer Erfolg war, musste etwas Neues aber nicht minder interessantes her:
Die Idee war, eine interaktive Messepräsentation zu zeigen, in welcher unsere Fertigkeiten im Bereich Elektronik, Software und Gehäusebau zum Einsatz kommen.
Lichtinstallationen sind gerade im Trend und da wir für unsere Reklameschilder multicolour LED-Streifen im Lager hatten war recht schnell klar:
Es muss etwas mit Licht sein, am Besten etwas, was der Standbesucher berühren kann.
Nun sind Smartphone Spielereien schon fast ein alter Hut, so dass es nicht in Frage kam, die LEDs damit anzusteuern.
Wir wollten, dass man die LEDs durch Berührung aktivieren kann. Also ein echtes "Hands on" Projekt.

Das Resultat ist verblüffend:
Ein 10x10 LED Display mit einzeln ansteuerbaren LEDs.
Jedes Feld kann durch Berührung mit der Hand separat aktiviert werden.
Die Felder sind jeweils 5cm x 5cm groß - also nicht zu filigran und damit auch für große Hände geeignet - der gesamte Tisch ist 50cm x 50cm.
Das Gehäuse besteht aus schwarzem Arcyl, die Deckplatte aus einer Diffusorfolie mit Milchglasabdeckung.

Nachdem alle Bauteile gelötet und alle Acrylplatten zugeschnitten, verschraubt und verklebt waren, musste noch eine Software programmiert werden.
Hierfür kam nur "game of life" in Frage, welches von von John Horton Conway in den 70er Jahren entwickelt wurde.
Dabei wird durch Berührung einiger Felder ein Startmuster erzeugt. Dieses Muster folgt nun ein paar einfachen Regeln, in welchen festgelegt wird, welches Feld weiterleuchtet,
welches ausgeht und welches Feld eingeschaltet wird. Dies wird an Hand der Anzahl der leuchtenden und nicht leuchtenden Nachbarfelder berechnet.
Je nachdem, wie das Startmuster aussieht, fängt der Display-Tisch an zu "leben" indem die geometrischen Gebilde darüber wandern.
Durch Wechseln der Farbe der Felder mit längerer "Lebenszeit" entstehen auch farbige Muster.

gameoflife1 web

Die meißten Kinder kennen "game of life" nicht, bzw. können damit nicht besonders viel anfangen.
Also musste noch eine Alternative hierfür programmiert werden.
Die Wahl fiel auf "TicTacToe", doch nicht mit "X" und "O" sondern zwei unterschiedlichen Farben.
Durch abwechselndes Berühren der neun Felder konnten sogar zwei Standbesucher gegeneinander spielen.

tictactoe1 web

Den beiden Grundanwendungen "game of life" und "TicTacToe" folgten noch dynamische farbige Muster, welche immer dann eingeschaltet wurden, wenn niemand aktiv gespielt hat.
Wie so oft wurde unser Messeprojekt kurz vor knapp fertig, so dass wir uns mit diesen einfachen Spielereien zufrieden gaben.

muster1 web

muster2 web

Zuletzt musste noch ein Name für unseren Display Tisch gefunden werden.
Bei den Tests der Anwendungen war die Freude sehr groß, dass alles so schön funktioniert und einem der Entwickler entfuhr ein Ausruf,
welcher dem Gerät letztendlich seinen innovativen Namen gab:

name

Hier noch ein kurzes Video:

Grüße vom Bodensee
Euer 2PrintBeta - Team

More Articles ...